Kulturvermittlung – Musik „Klingendes Logo Oberfranken: die Konzertina“

„Lied – Musik – Tanz online“

In der zweiten Folge der YouTube-Reihe aus Bad Berneck dreht sich alles um die Konzertina – das „klingende Logo Oberfrankens“.

Konzertina erleben

Die Konzertina war und ist in der Volksmusikszene in Oberfranken ein fester Bestandteil. Bilddokumente, Noten und letztlich auch die Instrumente erzählen ihre Geschichten. Durch die Konzertina–Manufaktur Hader in Schönfeld bei Pegnitz (Firmengründung 1901) wurde das Instrument in Oberfranken bekannt und beliebt. Der Firmengründer Andreas Hader stellte ausschließlich Konzertinas her, komponierte viele Walzer, Schottische und Rheinländer und verkaufte diese in Ziffernschrift geschriebenen und hektographierten Blätter zusammen mit seinen Instrumenten. Mit dem Fahrrad fuhr er bei seinen Verkaufstouren mit Konzertinas und Noten bepackt durch Oberfranken und die angrenzende Oberpfalz. Am jeweiligen Zielort mietete er sich in einem Wirtshaus ein, verkaufte seine Instrumente und gab eine Woche lang Unterricht. Neben den Hader-Instrumenten werden in Oberfranken auch Konzertinas der Hersteller Haustein, Birnstock, Ernst Louis Arnold und weitere gespielt.

Die vielfältigen Möglichkeiten einer Konzertina können Sie bei den verschiedensten Veranstaltungen als Zuhörer genießen oder als Aktiver bzw. angehender Spieler selbst erleben. Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. – Regionalstelle Bad Berneck veranstaltet jährlich im Herbst ein „Konzertinaspielertreffen“. Dieses Spielertreffen ist zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für Konzertina- und Bandoneonspieler aus ganz Deutschland herangewachsen und zeugt in beeindruckender Weise von den großen Aktivitäten im Bereich der regionalen Volkskultur. Die hierbei angeschlossene Noten- und Instrumentenbörse bietet Spielern und Interessierten Raum für Expertengespräche und Netzwerkbildung.

Kulturvermittlung – Lied „Schee muss geh“

„Lied – Musik – Tanz online“

Bayern ist ein Kulturstaat – das sagt auch die Verfassung. 

Lied, Musik und Tanz der Region bilden die drei Hauptsäulen des Fachbereichs Volksmusik beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V..

Genussvolles Schwelgen im Klang, Musizieren und Tanzen in großer Gesellschaft, gemeinsam mit allen Generationen, diese aktiven Formen der Vermittlung sind aus Gründen des Infektionsschutzes derzeit nicht bzw. nur unter erheblichen Auflagen/organisatorischen Umplanungen (Raum/Datenerfassung etc.) möglich.

Die Vermittlung von Kultur muss deshalb erweiterte/andere Formen annehmen – kontaktlos.

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Alte Schätze – neu entdeckt. Album 2

Im Juli 2020 erschien der zweite Band der Notenausgabe „Alte Schätze -– neu entdeckt“ mit Tanzmusik für Blaskapelle. Diese Publikation haben wir zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik Bezirk Mittelfranken herausgegeben. Wie der erste Band enthält auch dieser sechs Stücke aus historischen Publikationen der Verlage Hermann Hofmann (Kirchberg in Sachsen), Hermann Silwedel (Landsberg a. d. Warthe) und Wilhelm Lüdecke (Bismark). Die Originale liegen im Archiv der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik in Uffenheim, sie stammen aus Notennachlässen aus Litzendorf, Marktbreit und Oberwarmensteinach.

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Alte Schätze – neu entdeckt

Vor einigen Jahren haben wir zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik Bezirk Mittelfranken die Notenausgabe „Alte Schätze – neu entdeckt“ Album 1 für kleine Blaskapellen herausgegeben. Sie enthält sechs historische Arrangements aus Publikationen der Verlage Hermann Silwedel (Landsberg an der Warthe) und H. Hofmann (Kirchberg in Sachsen). In vielen Nachlässen fränkischer Kapellen finden sich Notenhefte dieser beiden Verlage und an der Abnutzung lässt sich erkennen, dass diese Noten gerne genutzt wurden.

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Aus den Notennachlässen der Musikerfamilie Fürst

(Anmerkung: Downloadmöglichkeit am Ende des Beitrages)
In Heft 158 (III/2016) der Fränkischen Volksmusikblätter haben wir anlässl. des 200. Geburtstages von Georg Gustav Adolf Fürst (geb. 1816 in Heidenheim, gest. 1901 in Feuchtwangen) einen interessanten Beitrag über Die fränkische „Musikdynastie“ Fürst veröffentlicht. Zur Verfügung gestellt wurde uns der Artikel von Gerhard A. Fürst, einem  Nachfahren dieser in Franken sehr wichtigen Musikerfamilie, der in Kalamazoo (Michigan, USA) lebt. Ergänzend dazu druckten wir in Faksimile zwei Notenbeispiele aus dem Archiv der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik ab: die Polka „Von Blume zu Blume“ von O. Heyer arr. im Juli 1885 für Blechbesetzung von Wilhelm Fürst (1848-1991, städtischer Musikmeister in Rothenburg ob der Tauber) und den „Toni-Marsch“ für Klavier von Eduard Fürst (1860-1930, städtischer Musikmeister in Neustadt/Aisch).
Hier erhalten Sie nun die im Heft versprochenen Transkriptionen und Ergänzungen zur Polka „Von Blume zu Blume“:

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Verschiedene Tänze für Blasmusik

(Anmerkung: Downloadmöglichkeit am Ende des Beitrages)
Bereits im Jahr 1988 veröffentlichte Erwin Zachmeier, der damalige Leiter der Beratungsstelle für fränkische Volksmusik in Stein bei Nürnberg, in der Reihe „Arbeitshilfen zur Volksmusikpflege“ diese Notenausgabe für kleine Blasmusik mit Arrangements von wichtigen Volkstänzen und Großtanzformen.

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Volksmusikwoche Bayerischer Dreiklang 2015 in Herrsching am Ammersee – Impressionen

[Anmerkung: Dieser Beitrag stammt von unserem ehemaligen Mitarbeiter Johannes Sift.]

Nachdem 2014 das Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching durch umfassende Baumaßnahmen renoviert wurde, durfte der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. im Jahr 2015 wieder mit seiner bayernweit bekannten und beliebten Volksmusikwoche zu Gast sein. Die erste Sommerferienwoche stand somit ganz im Zeichen der bayerischen, fränkischen und schwäbischen Volksmusik – so erklärt sich auch die Namensgebung „Bayerischer Dreiklang“: Volksmusik in all ihren Ausprägungen bildet mit Singen, Tanzen und Musizieren ebenso einen Dreiklang wie auch ihre regionale Herkunft aus allen fränkischen, schwäbischen und bayerischen Landesteilen.

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Sieben Stimmhefte für Blasmusik von Emil Blasberg

(Anmerkung: Downloadmöglicheit am Ende des Beitrages)
Im Oktober 2010 erhielt die Beratungsstelle für Volksmusik in Franken von Herrn Walter Burger aus Bad Brückenau eine Kiste mit alten Noten, überwiegend mit Tanzmusik für Klavier. Unauffällig lagen in dieser Schachtel aber neben den zahlreichen Klaviernoten sieben gedruckte Stimmhefte aus dem Notennachlass einer kleinen Blasmusik aus Volkers, das etwa vier Kilometer nordwestlich von Bad Brückenau liegt. Walter Burger, der selbst von 1964 bis in die 1980er Jahre in dieser Kapelle das Bariton spielte, hat die Hefte von seinem Schwiegervater Ludwig Brust erhalten, der ebenfalls ein Mitglied dieser Kapelle war. Laut Aussage von Herrn Burger existierte die Kapelle seit ca. 1920. Sie löste sich aus Altersgründen in den 1980er Jahren so nach und nach auf bzw. ging über in die Kapelle „Musikfreunde Bad Brückenau“.

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