Online-Arbeitstagung für ehrenamtliche Volksmusikpfleger*innen

Am Samstag, den 10. April führte der Fachbereich Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V. die erste Online-Arbeitstagung für ehrenamtliche Volksmusikpfleger*innen durch.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V., Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, folgten drei verschiedene Abschnitte mit unterschiedlichen Themen, die von bis zu 70 Teilnehmenden aufmerksam verfolgt wurden.

9:30 bis 10:00 Uhr
Volksmusikpflege – Idee und Grundlagen

Die Pflege von Volkslied, -musik und -tanz ist in Bayern auf viele Schultern verteilt. Vom hauptamtlichen Volksmusikpfleger über die ehrenamtlichen Kreisvolksmusikpfleger bis hin zu engagierten Menschen vor Ort, die sich um die Volksmusik bemühen, sind viele unterschiedliche Menschen mit diesem Thema befasst. Der Freistaat Bayern hat als Kulturstaat eine ganz besondere Verantwortung gegenüber der kulturellen Überlieferung und hat unter anderem deshalb die Heimatpflege in Landkreisen, kreisfreien Städten und Großen Kreisstädten in einer gemeinsamen Bekanntmachung mehrerer Staatsministerien geregelt. Diese Bekanntmachung, die auch als Arbeitsgrundlage für die ehrenamtliche Volksmusikpflege dienen kann, wurde im ersten Themenbereich der Arbeitstagung vorgestellt.

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LIEDERLUST – Nun leb wohl, du schöne Stadt

‘Nun leb wohl, du schöne Stadt’ begleitet mich schon sehr lange und gehört zu meinen liebsten Liedern. Ursprünglich wird der Name der Stadt genannt, von der so schmerzlich Abschied genommen werden muss: ‚Großkarol, du schöne Stadt, wen muss ich dadrinnen lassen, meinen auserwählten Schatz!“ Das Lied wurde von den Rekruten gesungen, die zum Militärdienst eingezogen wurden und so mit poetischen und eindringlichen Worten Abschied von ihrer Liebsten nahmen: „Aus meinen Äugelein fließet Wasser, weil ich von dir scheiden muss. Scheiden, scheiden, ja immer scheiden, scheiden ist ein harte Buß!“ Denn oftmals war es ein Abschied für sehr lange Zeit. Aber wo liegt eigentlich dieses Großkarol, das in diesem Lied besungen wird?

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LIEDERLUST – Es war einmal ein junger Soldat

Diesmal möchte ich euch eine interessante Liedlandschaft im Norden Bayerisch-Schwabens vorstellen – das Kesseltal. Idyllisch windet sich die Kessel südlich des Rieskraters auf 25 Kilometer durch die Höhen des Schwäbischen Jura bis zur Donau. Dieser kleine Landstrich ist aber nicht nur landschaftlich höchst reizvoll, sondern auch sehr interessant, was die Liedüberlieferung betrifft. Bei einer Feldforschungsexkursion zur Vorbereitung des Seminares „Volksmusikforschung und –pflege in Bayern“, das 1980 in Schwaben stattfand, wurde zum ersten Mal von wissenschaftlicher Seite der Versuch unternommen, das noch lebendige Liedgut auf Tonband zu dokumentieren. Die Fülle und der Inhalt der Aufzeichnungen waren ungewöhnlich. Neben zahlreichen Tanzliedern und Schleifern (das ist ein anderer Name für ‚Zwiefache’), beherrschten die Älteren noch ungewöhnliche Balladen und andere Liedformen, die sich nur noch hier erhalten haben. Die aufgezeichneten Lieder waren so interessant, dass es mich als junge Studentin ins Kesseltal gezogen hat, um dort selbst Feldforschung zu betreiben und Lieder aufzuzeichnen.

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Kulturvermittlung – Lied „Der Leipoldsnickel“

„Lied – Musik – Tanz online“

„Wer den Schaden hat…“

Ein Missgeschick wird zum Gassenhauer im Frankenwald und Fichtelgebirge. 

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LIEDERLUST – Da Jaga tragt an greana Huat

Zu unserem zweiten LIEDERLUST-Lied in diesem Jahr fallen mir spontan viele Adjektive ein: geheimnisvoll, tragisch, stolz, gemein, märchenhaft. Vieles bleibt in dieser vielstrophigen Ballade im Dunkeln, bleibt ungesagt und der eigenen Interpretation überlassen. Und das ist gerade das Schöne: das Wichtigste in diesem Lied findet sich zwischen den Strophen, es wird nur angedeutet oder bleibt ungesagt und lässt so Raum für die eigene Phantasie. Aber es gibt auch eine Art „Code“, d.h. es werden Metaphern, also Bilder eingesetzt, die einiges erschließen, wenn man deren Bedeutung kennt. Aber dazu später mehr.
Die Ballade „Da Jaga tragt an greana Huat“, die wir heute mit euch singen wollen, ist eine Aufzeichnung aus Josephinental, einer steirischen Siedlung im Banater Bergland in Rumänien. Die großartige und sehr liedkundige Sängerin Anni Loidl hat dem Münchner Volkskundler Wolfgang A. Mayer bei einer seiner ersten Forschungsfahrten im August 1967 dieses ganz besondere Lied vorgesungen. Der Reiz dieser vielstrophigen Ballade liegt nicht nur in der Geschichte, die darin erzählt wird, sondern auch in der ungewöhnlichen Mollmelodie.

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Kulturvermittlung – Tanz „Rheinländer“ – „Fränggischer Reggae“

„Lied – Musik – Tanz online“

Chillig, gemütlich, groovig, entspannend usw., alles Emotionen, die mit dem Rheinländer, so wie wir ihn in Oberfranken verstehen, verbunden werden.

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Kulturvermittlung – Musik „Konzertina – lernen und spielen“

„Lied – Musik – Tanz online“

„Schee senn sa – und klinga dun sa…“, so schwärmen Konzertinaspieler und Liebhaber des Instruments – und wahrlich kunstvoll verziert treten die Instrumente auf, mit Einlegearbeiten, Schnitzereien, Lyra-Ecken usw.. Um das Instrument zum Klingen zu bringen und vom Suchen der Töne, zum Spielen zu gelangen, ist ein „Übe-Weg“ zu bewältigen.

Das „zum Klingen bringen“ der Konzertina, hier in Carlsfelder Tonlage, steht in dieser DIY-Folge der Kulturvermittlung im Mittelpunkt.

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LIEDERLUST – Wünsch euch ein neues Jahr

Unser erstes LIEDERLUST-Lied im noch jungen Jahr 2021 soll ein Glückwunschlied sein. Nach diesem turbulenten Ausnahmejahr 2020, das so viele Pläne auf den Kopf gestellt und viele, gerade auch kulturelle Unternehmungen unmöglich gemacht hat, kann ein Lied mit so vielen guten Wünschen sicher nicht schaden und vielleicht ein wenig Optimismus und Zuversicht in eure Herzen zaubern. Das wünschen wir euch sehr!
Das Jahr musikalisch zu begrüßen und auf diese Weise viel Glück zu wünschen, hat eine lange Tradition. Hinrich Siuts beschreibt dies in einem Artikel seines Buches „Die Ansingelieder zu den Kalenderfesten“ (Göttingen 1968) ausführlich. Demnach gibt es die ersten Belege in Deutschland schon im 8. Jh. Man sang die Hausbewohner an, wünschte ihnen Glück und bat um Gaben. Heute kennen wir dies eher in Form des Neujahrsanblasens, bei dem die Blaskapellen durch den Ort laufen, an ausgewählten Stellen ein Ständchen spielen und dabei auch Spenden für die Vereinsarbeit sammeln.
Auf jeden Fall eine schöne Tradition, egal ob gesungen oder musiziert. Deshalb möchten wir euch als Anregung für ein ganz privates Neujahrsansingen dieses schöne Glückwunschlied vorstellen. Vielleicht gibt es ja beim nächsten Neujahrsanfang die Gelegenheit die Familie, die Nachbarn oder Freunde mit einem musikalischen Gruß zu überraschen und zu erfreuen.

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LIEDERLUST – Nun freuet euch Menschen auf Erden

Im rumänischen Banater Bergland, nahe der Stadt Reschitz befinden sich einige der interessantesten deutschen Siedlungen, was die Liedüberlieferung und den Singstil betrifft. Bis zur rumänischen Revolution 1989 waren diese Dörfer fast ausschließlich von Deutschen bewohnt. Der Münchner Volkskundler Wolfgang A. Mayer entdeckte sie als Student auf einer Reise von München nach Istanbul durch Zufall. Sein langjähriger Freund Reinhard Albert aus Mühldorf, der ihn bei einigen Fahrten dorthin begleitet hat, erzählt:

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Kulturvermittlung – Lied „Der Floh“

„Lied – Musik – Tanz online“

Ein kleines Tier kommt ganz groß raus … zumindest erlebt der Floh sehr viel. Das Lied vom Floh bzw. „Kommt die schöne Frühjahrszeit heran…“ steht in dieser DIY-Folge der Kulturvermittlung im Mittelpunkt.

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Adventskalender 2020

Liebe Volksmusikfreundinnen und -freunde,
wir sagen ganz herzlichen Dank für den überwältigenden Zuspruch und die zahlreichen positiven Rückmeldungen auf unseren volksmusikalischen Adventskalender. Wohlwissend, dass Beiträge im Internet kein Ersatz für reale Adventsveranstaltungen und Begegnungen sein können, freut es uns doch sehr, dass wir euch wenigstens auf diese Weise mit unseren täglichen kleinen Überraschungen ein bisschen durch diese besondere Adventszeit begleiten konnten. Noch mehr freuen wir uns aber, wenn wir uns hoffentlich bald wieder persönlich begegnen können, vielleicht bei einer unserer Volksmusik-Veranstaltungen (Volksmusikwochen, -wochenenden, offene Singen, Tanzkurse …), die wir regelmäßig anbieten. Informationen dazu findet ihr z.B. hier.

Wir wünschen allen ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Euer Team der Volksmusikabteilung
des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V.

Übrigens: Mit einer Mitgliedschaft im Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. könnt ihr diese wichtige Kulturarbeit auch ganz persönlich unterstützen. Informationen dazu gibt es hier.


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(Für das Foto bedanken wir uns herzlich bei Helene Weinold)

LIEDERLUST – Wach nur auf, du mein Handwerksgesell

Viele unserer Lieder haben wir von älteren Sängerinnen und Sängern gelernt. So auch das schöne Lied vom Handwerksgesell. Es gibt viele verschiedene Varianten davon im ganzen deutschen Sprachraum. In der Form wie wir es singen, haben wir es vom Ehepaar Franziska und Winfried Säckl aus Augsburg gehört. Eigentlich stammt diese Variante des Liedes aus Lustenau in Vorarlberg. Wie kam es jetzt aber nach Augsburg? Das ist eine ganz einfache Geschichte:

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