LIEDERLUST – Lieder lernen in Zeiten von Corona

Wer hätte je gedacht, dass Singen etwas Gefährliches sein würde!? Momentan ist alles, was das Miteinandersingen ausmacht nur sehr eingeschränkt möglich – das eng Beieinanderstehen, von Angesicht zu Angesicht, von Ohr zu Ohr. Die gebotene Distanz macht ein Schwelgen im Klang nur schwer möglich. Im Prinzip fast alles, was unsere Art der Liedvermittlung ausmacht, ist ausgebremst.

Im Bewusstsein, dass der Computer wirklich kein adäquater Singpartner ist, wollen wir trotzdem versuchen, eine digitale Liedlernmöglichkeit zu schaffen, um diese singstundenlose Zeit zu überbrücken. Wir (Christoph Lambertz von der Volksmusikberatungsstelle des Bezirks Schwaben und unsere Freunde Monika und Stefan Hegele aus Violau und ich) möchten euch mit schönen Liedern versorgen, die ihr mehrstimmig mit uns lernen könnt. Ihr könnt euch in der ersten Strophe eine Stimme aussuchen, die ihr dann, wenn wir das Lied in ganzer Länge singen, mit uns mitsingen könnt. Der Text wird immer eingeblendet. Natürlich gibt es das Lied auch mit Noten als Pdf zum Herunterladen.
Wir werden in zeitlichem Abstand immer wieder ein LIEDERLUST-Lied hochladen. Also schaut ab und zu vorbei. Wir freuen uns, wenn viele virtuell mit uns mitsingen. Und wir sehnen schon jetzt die Zeit herbei, in der wir diese Lieder wieder von Ohr zu Ohr und von Angesicht zu Angesicht mit euch singen können.

Beginnen wollen wir mit einem unserer Lieblingslieder: Ja, und was bekümmerts mich und wenn ichs wandre. Es ist eine Aufzeichnung aus einer deutschen Sprachinsel im rumänischen Banater Bergland. Der Münchner Volkskundler Wolfgang A. Mayer hat dieses wunderbare Reiselied 1968 in Josefinental (Gem. Franzdorf) aufgezeichnet, einer steirischen Siedlung am Fuß des Semenic-Gebirges, die 1872 gegründet wurde (Das seht ihr auf dem wunderbaren Foto oben von Reinhard Albert). Die Siedler haben aus ihrer steirischen Heimat nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten mitgebracht, sondern auch einen bemerkenswerten Liederschatz.

Und nun kommt mit auf unsre Reise!

Ja-und-was-bekümmerts-mich

Veröffentlicht von

Dagmar Held

Leiterin der Forschungsstelle für Volksmusik in Schwaben

13 Gedanken zu „LIEDERLUST – Lieder lernen in Zeiten von Corona“

  1. Liebe Dagmar
    lieber Christoph
    vielen Dank für euer schönes Lied. Eigentlich kenne ich es ja aus Herrsching..was waren das noch für unbeschwerte, wunderbare Zeiten.. kein Glenntleitn-Jodeln usw.
    Liebe Grüße,
    Renate

    1. Liebe Dagmar, lb. Christoph.
      Wir sitzen grad im Ahrntal in da Suedtirola Stube und singen nun bei euch mit, einfach nur schee.
      Juhee sagen Walter u. Sylvia, aus Ehekirchen

  2. Lieder für’s Herz – immer wieder schön. Das offene Singen in Stoffenried und die gesungenen Melodien werde ich immer in guter Erinnerung behalten. Weiter so.

  3. Liebe Dagmar, lb. Christoph.
    Wir sitzen grad im Ahrntal in da Suedtirola Stube und singen nun bei euch mit, einfach nur schee.
    Juhee sagen Walter u. Sylvia, aus Ehekirchen

  4. Super-klasse gemacht – nicht nur in Corona-zeiten. Man kann mit dieser Aufnahme auch allein jederzeit mehrstimmig singen, und das macht einfach mehr Freud. So macht Lieder lernen und singen Spaß.
    gerne mehr davon, danke

  5. Liebe Dagmar, lieber Christian, liebe Hegeles,
    das ist eine wunderschöne Idee von euch und sehr gut gemacht. Die Vorfreude auf weitere Lieder ist riesengroß.
    Meinen Internet fähigen Sangesfreunden werde ich eure Mail weitersenden.
    Viel Erfolg und viele Mitsänger wünscht euch
    Walter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.