22 ✯ Mei Liachtl im Laterndl

Es singt Georg Hollmayer begleitet an der Zither
von Alexander Hollmayer

Hier können Sie das Liedblatt herunterladen: Mei Liachtl im Laterndl – Liedblatt

Elfriede Pollety schreibt dazu in einem Brief an Ernst Schusser:
Lieblingsweihnachtslied meiner Kindertage in Altötting. Nach Auskunft meiner älteren Geschwister wurde es schon unterm Krieg und die Jahre danach in der Pfarrkirche in Altötting von den Kindern bei den Rorateämtern gesungen. Dazu hat man eigens ein Harmonium unter die Kanzel gestellt.
Eingelernt bzw. auf bildchengroße Zettel gedruckt hat es wohl der damalige Kooperator Joseph Hohenester (später Stadtpfarrer in Burghausen). Er hat es der Überlieferung nach aus dem Bayerischen Wald mitgebracht
.“
Im Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern befinden sich hauptsächlich mündlich überlieferte Fassungen dieses herrlich naiven Kinderliedes zum großen Weihnachtsgeschehen, vornehmlich aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf. Für die Kindergarten- und Schularbeit, für das adventliche Singen zuhause und bei öffentlichen Feiern wurde es festgehalten auf handschriftlichen oder getippten Handzetteln, Matritzen und Kopien. Auf eine Leserbefragung in den „Informationen aus dem Volksmusikarchiv“ (Bezirk Oberbayern, 2008) meldeten sich zahlreiche Frauen und Männer, die das Lied als Kindergarten- oder Schulkind gelernt hatten. Einige berichteten auch von kleinen szenischen Beigaben bei Aufführungen in der Kirche (in Ohlstadt z. B. wurde es in den 1950er Jahren gesungen bei einem Christkindlumzug, andernorts gab es einen Laternenzug zur Krippe, oder ein Kind sang im Dunkeln mit einer Kerze oder Laterne in der Hand).
Der früheste Beleg findet sich in der „Liederhandschrift Ludwig Maierhofer, Forstkastl (ca. 1932, Lkrs. Altötting). Es ist wohl besonders nach dem Zweiten Weltkrieg sehr bekannt gewesen (Eva Bruckner in Mangfallbote 18. 11. 2011). Robert Link in Grafenau veröffentlichte das Lied 1953 im Band II seiner Ausgaben „Waldlerisch g‘sunga“ (Nachdruck 2006 im Ohetaler-Verlag Riedlhütte, S. 118), eine weitere gedruckte Wiedergabe findet sich in Der Bayerwald 52 (1960), Heft 4, S. 165. Der Ursprung des Liedes liegt im Dunkel, auch bei Robert Link heißt es „Text u. Melodie unbekannter Herkunft“.

(Franz Schötz)

9 Gedanken zu „22 ✯ Mei Liachtl im Laterndl“

  1. Ein wirklich schöner Adventkalender, jeden Tag eine Freude!
    Ich kenne das Lied seit meinen Kindertagen, wohl von meiner Mutter, die (*1929 )aus Neuötting stammt. Passt also.
    Vielen Dank für die guten Ideen und die liebevolle und abwechslungsreiche Präsentation.
    Ein frohes Weihnachtsfest allen.

  2. Liebe Verantwortliche für diesen tollen Adventkalender,

    jedn Tog bin i scho gspannt af des neie Tiarl, oba heit hots mi bsonders gfreit! A wunderbare Erinnerung an mei Kindheit (des Liad hob i mit meina Schwester imma bsonders gern gsunga) und außadem wars a no herzerfrischend gsunga! Dank schee!

    Ein friedvolles Weihnachtsfest euch allen!

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