
Freud über Freud
gespielt von Dominik Hilgart und Roland Pongratz auf Zauberharfen

Das Lied Freud über Freud ist ein geistliches Volkslied aus der Zips, einer ehemaligen deutschen Sprachinsel in der Slowakei.
Quelle: „Erfreue dich, Himmel“, Südostdeutsche Weihnachtslieder, gesammelt und herausgegeben von Konrad Scheierling. Wolfenbüttel und Zürich (Möseler Verlag) 1972, S. 59.
Aus: „Wegweiser zum Gott“, hrsg. von Michael Sztanko und Alphons Hrdina. Käsmark 1914.
Konrad Scheierling war einer der wichtigsten Sammler von Liedern aus den deutschen Sprachinseln in Südosteuropa. Meine Kollegin Dagmar Held hat bereits ausführlich über ihn geschrieben. Den Artikel findet ihr HIER zusammen mit einem Neujahrslied. Wer noch mehr über Konrad Scheierling und die Donauschwaben erfahren möchte, der wird auf der Seite von Johann Krumpholz über Kolut in der Batschka www.kolut.wordpress.com fündig.
Die Zauberharfe - das Musikinstrument für alle
Musik machen und Musik erleben - ohne Barrieren und ohne Grenzen
Ohne Umwege direkt zur Musik – klingt wie Zauberei, aber mit diesem Instrument ist genau das möglich. Sei es der erste Zugang zum eigenen Musizieren, oder ein Wiedereinstieg nach langer Pause – oft halten Barrieren wie das Notenlesen, das tägliche Üben, möglicherweise das fortgeschrittene Alter, oder aber körperliche und geistige Handicaps davon ab, in die Welt der Musik einzusteigen.
Bei der Musikpädagogin Anke Spindler kommt das Instrument regelmäßig in unterschiedlichsten Gruppen und Einrichtungen zum Einsatz: „Für wirklich jeden – vom Kindergartenkind bis zu den Senioren – auch für Menschen mit besonderem Förderungsbedarf ist die Zauberharfe das ideale Instrument, da es keine ausgeprägte Feinmotorik verlangt und ohne Notenkenntnisse gespielt werden kann. Das Prinzip hier ist ähnlich wie „malen nach Zahlen“: Auge und Finger folgen einem vorgezeichneten Notenweg, sofort erklingt das Lied.“
Für Menschen mit Behinderung gib es meist wenige Angebote, die barrierefreien Zugang zu Musik und Kulturgut ermöglichen. Daher ist die Hemmschwelle von Familien oft groß, dass Menschen mit Behinderung ein Musikinstrument erlernen können/wollen. Künstlerisches und kreatives Potenzial wird oft nicht erkannt oder gefördert.
Im Seniorenbereich wird die Zauberharfe immer beliebter, da der Einstieg von jetzt auf gleich ohne großen Aufwand möglich ist. Die Beschäftigung mit Musik trägt nachweislich zum Erhalt der kognitiven Fähigkeiten bei und ist eine ideale Freizeitbeschäftigung in der Gruppe. Selbst für diejenigen, welche in früheren Jahren nie musiziert haben, ist beim Spielen der Zauberharfe ein Erfolgserlebnis garantiert.
Die Idee ist nicht neu. Schon ab ca. 1250 waren Instrumente, die den heutigen Tischharfen oder Zauberharfen ähneln, im Umlauf. Schon die direkten Vorläufer, wie die Gitarr-Zither, welche 1894 von Friedrich Menzenhauer patentiert wurde, arbeitete mit den noch heute für das Instrument typischen Unterlege-Notenblättern, welche das Spielen ohne Notenkenntnisse ermöglichen. Heute sind die Tischharfen von verschiedenen Herstellern erhältlich und ermöglichen einen niederschwelligen Einstieg in das aktive Musizieren.
In Kooperation mit Anke und Thomas Spindler von CAB Records werden bestehende Publikationen des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege zukünftig auch in der Notation der Tischharfe erhältlich sein.
Als Beispiel wurde das geistliche Lied „Freud über Freud“ aus der Zips (ehemalige deutsche Sprachinsel in der Slowakei) für die Zauberharfe umgeschrieben und aufgenommen.
Hier können Sie die Notenblätter herunterladen:
Freud über Freud – Liedblatt
Freud über Freud – Zauberharfennoten, 1. Stimme
Freud über Freud – Zauberharfennoten, 2. Stimme
(Dominik Hilgart)

Eine Antwort
Danke, dass ihr auch ein Stück mit Zauberharfen im Kalender habt. Wir haben unsere beiden Veeh-Harfen schon 1997 aus den damals noch erschwinglichen Bausätzen fertig gebaut, später kamen einige Zauberharfen dazu. Seit 2000 haben wir einen kleinen Spielkreis, der sich immer noch trifft.
Dabei spielen wir überwiegend für „uns“, da das gemeinsame Musizieren viel entspannter ist als das Üben für einen Auftritt. Viele Stücke habe ich von den Volksmusikwochenenden mitgebracht und für die Tischharfen bearbeitet. Es macht auch nach so langer Zeit immer noch sehr viel Freude.