Adventskalender 2021

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Liebe Volksmusikfreundinnen und -freunde,
auch in diesem Jahr werden wir aufgefordert, den Advent, die sog. „staade“ Zeit ruhiger anzugehen. Das ist sicher grundsätzlich positiv, aber dennoch werden viele Menschen die volksmusikalischen Einstimmungen auf Weihnachten – „Adventssingen“, „Fränkische Weihnacht“ etc. – und die damit verbundenen Begegnungen erneut sehr vermissen. Wünscht man eine musikalische Einstimmung auf Weihnachten wird man dies also auch heuer für sich bzw. für die Famile wieder selbst in die Hand nehmen müssen.
Um hierzu Anregungen zu geben, haben wir, die Volksmusikabteilung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V., für Euch wieder einen volksmusikalischen Adventskalender mit Liedern, Musik und anderen Überraschungen gestaltet. Viel Freude damit!

Wir wünschen allen eine ruhige und besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute für das kommende Jahr.

Das Team der Volksmusikabteilung
des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V.

Dr. Elmar Walter
Dagmar Held • Simone Lautenschlager • Carolin Pruy-Popp • Brigitte Schäffler
Benjamin Schmid • Franz Schötz • Franz Josef Schramm

Übrigens: Mit einer Mitgliedschaft im Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. könnt ihr diese wichtige Kulturarbeit auch ganz persönlich unterstützen. Informationen dazu gibt es hier.

Für das schöne Foto bedanken wir uns bei dem Grafiker und Fotografen Werner Böglmüller.

Herzlich willkommen

beim Volksmusik-Magazin des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V.

Auf dieser Plattform präsentieren wir – die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Volksmusik – interessante Ergebnisse aus der täglichen Arbeit in den Beratungs- und Forschungsstellen für Volksmusik in Altbayern, Franken und Schwaben.

Hier finden Sie Wissenswertes und Hörenswertes über die Volksmusik in Bayern allgemein und im Besonderen über unsere Arbeit: Es gibt historische und neu gesetzte Noten für Instrumentalmusik bzw. Lied- und Tanzblätter zum Herunterladen, außerdem Musikbeispiele und Informationen zu unseren  Veranstaltungen u.v.a.m.

Lesen Sie mehr darüber und über die verantwortlichen Blog-Autoren unter dem Menu „Über uns“.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Hören und hoffen auf rege Rückmeldungen über die angebotene Kommentarfunktion.

Kulturvermittlung – Musik – „Mündliche Tradierung“

„Lied – Musik – Tanz online“

„Vom Vater zum Sohn…“ – Mündliche Weitergabe/Tradierung – Ein Beispiel

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LIEDERLUST – O lebe wohl, vergesse mein

Maramuresch – was für ein schönes klangvolles Wort. Dahinter verbirgt sich eine Landschaft ganz im Norden Rumäniens, direkt an der Grenze zur Ukraine. Lange Zeit war die Maramuresch ein Sehnsuchtsort von mir, zu dem ich unbedingt einmal reisen wollte. Geweckt hat diese Neugier ein kleines Büchlein von Claus Stephani, ein rumäniendeutscher Journalist und Ethnologe, der in den 1970er und 1980er Jahren in zahlreichen Feldforschungen die Geschichten der dort lebenden Deutschen auf Tonband aufgezeichnet und literarisch verarbeitet hat. Und von dort haben wir euch diesmal ein sehr berührendes Lied mitgebracht. ‚O lebe wohl, vergesse mein’ – ein Liebeslied, das nicht nur wegen seines Textes zu Herzen geht, sondern auch wegen seiner schönen Melodie in Moll.

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LIEDERLUST – Jetzt reisen wir zum Tor hinaus

Wahrscheinlich habt ihr schon gemerkt, dass mir die klangvollen, auch manchmal etwas melancholischen Lieder die liebsten sind und davon wiederum gehören die Abschiedslieder zu den schönsten. Außerdem schadet es nicht, wenn man mehrere Abschiedslieder kennt, denn dann kann man das Heimgehen noch etwas hinauszögern. Deshalb wollen wir euer Repertoire mit einem wunderschönen Lied aus dieser Kategorie erweitern.

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LIEDERLUST – Kommt ein Vogel, Vogel hergeflogen

Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf mein Fuß,
hat ein’ Zettel im Schnabel, von der Mutter ein’ Gruß.

Ich bin mir sicher, die meisten von euch kennen dieses Volkslied aus der Schule und haben auch sofort die passende Melodie dazu im Kopf. Von der Forschung wird es zu den sogenannten „Kunstliedern im Volksmund“ gerechnet, da seine Herkunft ziemlich genau rekonstruiert werden kann. 1824 wurde es erstmals in der Liederposse „Die Wiener in Berlin“ des Schauspielers und Schriftstellers Karl von Holtei in Berlin präsentiert. Die Melodie geht angeblich auf Johann Christoph Kienlen zurück, der sich wohl von schon bestehenden österreichischen Volksliedern inspirieren ließ. Seit 1828 verbreitete sich dieses Lied über Gebrauchsliederbücher rasant im gesamten deutschen Sprachraum. Ursprünglich handelt es sich um ein Liebeslied, in dem der Vogel dem Dirndl einen Brief vom Burschen, der in der Fremde weilt, überbringt. Wie so viele andere Volkslieder auch, wurde es kindgerecht überarbeitet und das ‚Dirndl’ durch die ‚Mutter’ ersetzt. In dieser Form kennen wir es heute.

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LIEDERLUST – Ich hab amal an Schatz gehabt

In sehr vielen Volksliedern ist die Liebe mit all ihren Facetten das überragende Thema – von der sehnsuchtsvollen Liebeserklärung bis hin zum schnöden Verrat ist alles zu finden. Das poetische Liebeslied, das wir diesmal mit euch singen wollen, ist eindeutig der ersten Kategorie zuzuordnen. Warum ich gerade dieses Lied für euch ausgewählt habe, hat einen ganz persönlichen Grund. Der Fundort des Liedes ist eng mit meiner Familiengeschichte verknüpft und davon möchte ich euch gern in diesem Beitrag erzählen.

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Kulturvermittlung – Musik – „Musikregion 3Länder-Eck“

„Lied – Musik – Tanz online“

,,Bei uns war die Welt immer zu Ende“…

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Die fränkische Online-Singstunde

Schon seit über einem Jahr hat aufgrund der Corona-Pandemie ein kultureller Stillstand unsere Gesellschaft fest im Griff. Der damit einhergehende Verlust von realen Begegnungen mit Musik, Tanz und Gesang belastet die Menschen mehr und mehr und auch die Arbeit in der Volksmusikpflege ist sehr stark davon betroffen. Nicht nur, dass diese Arbeit grundsätzlich darauf abzielt, Menschen mit Musik zusammenzuführen, sondern darüber hinaus ganz stark auch durch die Tatsache, dass Singen, Tanzen, Musizieren auf einmal in Verdacht gerieten, so etwas wie ein Gesundheitsrisko zu sein. Natürlich ist dies weiterhin nicht der Fall, im Gegenteil: Es ist seit langem wissenschaftlich erwiesen und unsere Erfahrung bestätigt dies immer wieder neu, dass Singen, Tanzen und Musizieren eben gesundheitsfördernde menschliche Handlungen sind, die man nicht ohne Verlust einfach beiseite legen kann. Klar ist dagegen, dass durch die Infektionsgefahr nur Zusammenkünfte in Gruppen zur Zeit ein Gesundheitsrisiko darstellen, nicht das Singen, Tanzen, Musizieren selbst.
Nur wie kann man in solchen Zeiten Singen fördern, wenn man die Menschen nicht zusammenführen darf? Es entstand die Idee: Indem man zu ihnen nach Hause kommt!

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LIEDERLUST – Es zogen drei Sänger wohl übern Rhein

Vielleicht geht es euch genauso wie mir. Ich habe unzählige Liederbücher in meinem Regal stehen, aber die für mich eindrücklichsten Lieder sind nicht die Lieder aus meinen Liederbüchern, sondern diejenigen, die mir jemand vorgesungen hat. Und erst über diese Brücke habe ich sie dann auch in einem Liederbuch entdeckt. So ging es mir auch mit der Ballade „Es zogen drei Sänger wohl übern Rhein“. Zum ersten Mal gehört habe ich sie in Hopgarten, einem deutschen Dorf in der Ostslowakei. Das Lied ist ein später Nachklang der uralten Ballade vom ‚Ulinger’ (Ritter Blaubart), der durch seinen zauberhaft wunderschönen Gesang (mit dreierlei Stimmen) Mädchen in den Wald lockt, verführt und dann ermordet.

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LIEDERLUST – Der Kuckuck auf hohem Birabaum saß

Im Zentrum dieses originellen Liebesliedes steht der Kuckuck. Wenn man sich den Text allerdings einmal genauer anschaut und auch zwischen den Zeilen liest, merkt man schnell, dass es nur vordergründig um den Kuckuck geht. Vielmehr handelt es sich um einen recht menschlichen „Vogel“, der auf ein Liebesabenteuer aus ist.

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Online-Arbeitstagung für ehrenamtliche Volksmusikpfleger*innen

Am Samstag, den 10. April führte der Fachbereich Volksmusik des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V. die erste Online-Arbeitstagung für ehrenamtliche Volksmusikpfleger*innen durch.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V., Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, folgten drei verschiedene Abschnitte mit unterschiedlichen Themen, die von bis zu 70 Teilnehmenden aufmerksam verfolgt wurden.

9:30 bis 10:00 Uhr
Volksmusikpflege – Idee und Grundlagen

Die Pflege von Volkslied, -musik und -tanz ist in Bayern auf viele Schultern verteilt. Vom hauptamtlichen Volksmusikpfleger über die ehrenamtlichen Kreisvolksmusikpfleger bis hin zu engagierten Menschen vor Ort, die sich um die Volksmusik bemühen, sind viele unterschiedliche Menschen mit diesem Thema befasst. Der Freistaat Bayern hat als Kulturstaat eine ganz besondere Verantwortung gegenüber der kulturellen Überlieferung und hat unter anderem deshalb die Heimatpflege in Landkreisen, kreisfreien Städten und Großen Kreisstädten in einer gemeinsamen Bekanntmachung mehrerer Staatsministerien geregelt. Diese Bekanntmachung, die auch als Arbeitsgrundlage für die ehrenamtliche Volksmusikpflege dienen kann, wurde im ersten Themenbereich der Arbeitstagung vorgestellt.

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LIEDERLUST – Nun leb wohl, du schöne Stadt

‘Nun leb wohl, du schöne Stadt’ begleitet mich schon sehr lange und gehört zu meinen liebsten Liedern. Ursprünglich wird der Name der Stadt genannt, von der so schmerzlich Abschied genommen werden muss: ‚Großkarol, du schöne Stadt, wen muss ich dadrinnen lassen, meinen auserwählten Schatz!“ Das Lied wurde von den Rekruten gesungen, die zum Militärdienst eingezogen wurden und so mit poetischen und eindringlichen Worten Abschied von ihrer Liebsten nahmen: „Aus meinen Äugelein fließet Wasser, weil ich von dir scheiden muss. Scheiden, scheiden, ja immer scheiden, scheiden ist ein harte Buß!“ Denn oftmals war es ein Abschied für sehr lange Zeit. Aber wo liegt eigentlich dieses Großkarol, das in diesem Lied besungen wird?

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