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Aus den Notennachlässen der Musikerfamilie Fürst

(Anmerkung: Downloadmöglichkeit am Ende des Beitrages)
In Heft 158 (III/2016) der Fränkischen Volksmusikblätter haben wir anlässl. des 200. Geburtstages von Georg Gustav Adolf Fürst (geb. 1816 in Heidenheim, gest. 1901 in Feuchtwangen) einen interessanten Beitrag über Die fränkische „Musikdynastie“ Fürst veröffentlicht. Zur Verfügung gestellt wurde uns der Artikel von Gerhard A. Fürst, einem  Nachfahren dieser in Franken sehr wichtigen Musikerfamilie, der in Kalamazoo (Michigan, USA) lebt. Ergänzend dazu druckten wir in Faksimile zwei Notenbeispiele aus dem Archiv der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik ab: die Polka „Von Blume zu Blume“ von O. Heyer arr. im Juli 1885 für Blechbesetzung von Wilhelm Fürst (1848-1991, städtischer Musikmeister in Rothenburg ob der Tauber) und den „Toni-Marsch“ für Klavier von Eduard Fürst (1860-1930, städtischer Musikmeister in Neustadt/Aisch).
Hier erhalten Sie nun die im Heft versprochenen Transkriptionen und Ergänzungen zur Polka „Von Blume zu Blume“:

Zunächst die PDF-Datei mit der Partitur und den Stimmenauszügen des Originals in moderner Notenschrift:

Von_Blume_zu_Blume_Polka_Orig

Download der PDF-Datei (220 KB): Von_Blume_zu_Blume_Polka_Orig.pdf

Um einen Eindruck von dieser Musik bzw. dem Arrangement zu bekommen, stellen wir auch eine (leider nur computererzeugte) Audiodatei dieses Stückes zur Verfügung:

Im Originalarrangement sind zwei Tenortrompeten in Es besetzt, Instrumente, die heute nicht mehr bzw. nur noch äußerst selten anzutreffen sind, außerdem eine Flügelhornstimme in C.
In der folgenden Ausgabe stellen wir deshalb den kompletten Satz noch einmal in transponierter Form zur Verfügung. Hier wurden diese drei  Stimmen für heute übliche Instrumente umgeschrieben: Flügelhorn in B und Trompeten in B, die in tiefer Lage spielen.

Von_Blume_zu_Blume_Polka_transp

Download der PDF-Datei (222 KB): Von_Blume_zu_Blume_Polka_transp.pdf

Am Schluss gibt es noch die Möglichkeit eine Datei für das Notenschreibprogramm Sibelius (Version 7)  und eine Musik-XML-Datei dieses Arrangements herunterzuladen. Letztere kann m.E. in zahlreichen Notenschreibprogrammen geöffnet und anschließend weiter bearbeitet werden:

Sibelius-Datei (.zip): Von_Blume_zu_Blume_Polka_transp.sib

Musik-XML-Datei (.zip): Von_Blume_zu_Blume_Polka_transp.xml

[Zur Info: Bei der Zeitschrift Fränkische Volksmusikblätter handelt es sich um eine Vierteljahreszeitschrift für die Pflege der Volksmusik in Franken. Sie wird gemeinsam herausgegeben von den drei Arbeitsgemeinschaften Fränkische Volksmusik (Mittel-, Ober- und Unterfranken) und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege. Wer sich für diese Zeitschrift im Allgemeinen bzw. für den Artikel über die „Musikdynastie Fürst“ im Speziellen interessiert, kann das Heft bei einer der drei Arbeitsgemeinschaften beziehen. Adressen und Infos hierzu gibt es hier. ]

Viel Spaß beim Entdecken, Hören und Ausprobieren.

Veröffentlicht von

Franz Josef Schramm

Leiter der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Eibelstadt

2 Gedanken zu „Aus den Notennachlässen der Musikerfamilie Fürst“

  1. Lieber Franz,
    falls Du mal einen Baßtrompetenspieler (z.B. zur Verwirklichung von Tenorhorn-, Alttrompte-, Horn- oder Posaunenstimmen), melde Dich bitte bei mir. Wenn ich mir die Stimmen vorher einrichten kann, dann brauche ich nicht viele Proben und könnte auch von Englmar aus meine Mitwirkung anbieten.
    Beste Grüße
    Cornelius

  2. Als Archivar der Familie Fuerst bin ich immer hocherfreut ueber jede Neuentdeckung im Internet. Meine heutige Suche hat mich zu Ihnen gefuehrt, und somit bedanke ich mich vielmals herzlich fuer diesen Artikel, sogar mit begefuegten Noten. Ich will sie hiermit informieren, dass ich mir erlaubt habe diesen Artikel und die besagte Komposition meines Grossonkels Wilhelm Fuerst zu kopieren, um sie in das Familienarchiv einzureihen. Ich gruesse Sie sehr herzlich und sher dankbar, und bitte Sich mich auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Ich bin Ihnen zu grossem Dank verpflichtet!
    Es lebe die gute Musik! Es lebe der feine Gesang. Beide erfreuen uns, beide begluecken uns, beide begleiten uns ein ganzes Leben lang…. und wie zu erkennen ist… auch alle die nach uns kommen werden, die weiterhin hoffnungsvoll musizieren, die freudig und froh singen, die alte Traditionen bewahren, die die Kultur bereichern, und die alle bedrueckenden menschlichen Lasten auf Geist, Seele, Gemuet und Herz erleichtern helfen, nicht nur in der Heimat, sonder ueberall auf Erden! 🙂

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